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Die Manie ist eine psychische Erkrankung, bei der das Gefühlserleben und die Gefühlswelt der Betroffenen gestört sind (affektive Störung). Klassische Anzeichen einer Manie sind ein übermäßiges und unbegründetes Hochgefühl, das mit einem übersteigerten Selbstwertgefühl, einer maßlosen Aktivität, Rastlosigkeit und der Gefahr, sich selbst und anderen Schaden zuzufügen, einhergeht. Dieser Zustand kann innerhalb weniger Sekunden in Gereiztheit umschlagen.

Manie: Beschreibung

Eine Manie ist eine psychische Störung, bei der die Gefühlswelt, das Gefühlserleben und die Gefühlsäußerung gestört sind (affektive Störung). Betroffene Personen leben phasenweise in einem intensiven, aber unbegründeten Hochgefühl, begleitet von übermäßig guter Laune und einem gesteigerten Selbstwertgefühl, das weit über dem normalen Durchschnitt liegt. Eine Manie tritt meist phasenweise auf, den symptomatischen Zeitraum bezeichnen Mediziner als manische Episode. In den Phasen zwischen zwei Episoden zeigen Betroffene keine Anzeichen der Manie.

Während einer manischen Episode sind betroffene Personen besonders leistungsfähig, energiegeladen und euphorisch. Viele Dinge werden begonnen und schnell wieder abgebrochen, Geschäfte werden getätigt, Verträge geschlossen. Für Betroffene ist es unmöglich, für einen gewissen Zeitraum still zu sitzen und nichts zu tun. Sie überschätzen die eigene Kraft, die eigene Attraktivität und auch die eigenen finanziellen Mittel oft beträchtlich und können so sich selbst oder ihren Mitmenschen unbeabsichtigt großen Schaden zufügen.

Nach einer manischen Episode werden Betroffene häufig von Schuld- und Schamgefühlen überwältigt und versuchen, was sie während der Manie getan haben, wieder rückgängig zu machen.

Für Außenstehende ist es sehr schwierig, mit einer Manie umzugehen. Betroffene zeigen häufig eine zügellose, ungewohnte Enthemmung, sind schnell gereizt und tun und sagen viele Dinge, die im Normalfall ihren moralischen Vorstellungen grundlegend widersprechen.

Die Ursachen der Manie sind nicht vollständig geklärt. Sie wird wohl durch mehrere Faktoren begünstigt. Vermutet wird, dass bei einer bestimmten erblichen Veranlagung (Disposition) verschiedene auslösende Ereignisse wie beispielsweise nachhaltige Veränderungen im Leben der Betroffenen manische Phasen auslösen können. Eine Manie kann aber auch ohne auslösende Faktoren plötzlich auftreten.

An einer affektiven Störung erkrankt etwa jeder hundertste Deutsche, reine Manien machen davon aber nur etwa fünf Prozent aus. Generell wird vermutet, dass die Dunkelziffer bei der Manie hoch ist – nicht alle Manien werden diagnostiziert. Das liegt zum einen daran, dass sich bei vielen Betroffenen nur leichte Symptome zeigen, die das Alltags- und Berufsleben nicht schwerwiegend beeinträchtigen. Zum anderen schämen sich viele Menschen, mit Symptomen einer psychischen Erkrankung einen Arzt aufzusuchen.

Manien im Kindheits- und Jugendalter sind selten. Bei den meisten Betroffenen stellt sich die erste manische Episode bis zum 25. Lebensjahr ein.

Weitere Formen der Manie

Eine abgeschwächte Form der Manie, bei der die Stimmungsschwankungen aber immer noch deutlich über dem Normalzustand liegen, wird als Hypomanie bezeichnet. Das Risiko, dass sich aus einer Hypomanie eine Manie entwickelt, ist gering.

Nicht immer ist eine Hypomanie behandlungsbedürftig. Werden Betroffene und ihr näheres Umfeld durch die Symptome einer Hypomanie nicht grundlegend beeinträchtigt, ist keine Therapie notwendig.

Zustände, die einer Hypomanie ähneln, werden auch häufig von Personen berichtet, die unter Schlafentzug leiden, wie beispielsweise von Menschen mit Nacht- oder Schichtdienst.

Die Manie kann auch mit den Krankheitszeichen einer Schizophrenie kombiniert sein (schizoaffektive Psychose).